27.05.2026 (Anfragen über Anfragen)
Unglaublich viele Anfragen, ich habe das Gefühl, ich habe permanent mein Handy in der Hand. Interessanterweise viele Vögel, wo ich zwar beraten aber die Tiere nicht annehmen darf. Denn es handelt sich entweder um Leute, die sich aus komplett anderen Ecken der Schweiz melden und in der Nähe keine Anlaufstelle finden oder halt abends um 22:00 keiner mehr erreichbar ist, ausser die Ehrenamtlichen... Oder es sind halt alles Vögel, wo ich nichts machen DARF! Elstern, Krähen, Enten, Stare, Amseln, Eichelhäher... Und ein Wellensittich. Ok, der muss entflogen sein, ich hatte die Hoffnung, die Melder konnten ihn sichern aber leider flog das Tierchen wieder davon. Und dann halt immer wieder viele Anfragen zu Ästlingen, wo die Leute soooo Mühe haben, die halt eben in Ruhe zu lassen und nicht einzusammeln. Und warum haben die Leute so Mühe damit. Warum haben sie Angst? Naaaaaaa???
War ja klar, oder? Wegen der... Trommelwirbel... KATZEN!!!! Aber dennoch: es kann nicht sein, dass ich ständig Ästlinge bekomme, die man einsammelt wegen Katzen. Die Regel ist einfach: Wildtier RAUS, Haustier REIN. Das wäre Natur.
Und übrigens: die Station finanziert sich durch Spenden. Und zahlen ist ganz einfach über Twint! Liebe Leute, wenn Ihr alle, die mich kontaktiert und von mir Antwort bekommen habt, einfach als kleine Entschädigung für meine Zeit und meinen Aufwand einfach nur ein kleiner Batzen wie zb. 10.- twinten würdet, wäre das wirklich eine grossartige Sache! Vielen Dank!
26.05.2026 (Reithallen-Spatz)
Ein kleiner Spatz purzelte aus dem Nest, landete in der Reithalle zum Glück weich und die aufmerksame Reiterin konnte auch verhindert, dass der Kleine unter die Hufe geriet. Er kam munter bei mir an, ist aber sehr wild und scheu und befindet, er sei nun eigentlich Ästling und habe es nicht verdient, wieder in einem Nest zu sitzen. Schon gar nicht mit so einem Psychopaten zusammen, der ständig um sich beisst und einfach mega laut ist. Und die Heimchen seien übrigens auch nicht gerade das Beste... Nun gut. Da muss er durch... Er könnte tot sein, ich sage es ihm immer wieder... Hilft aber irgendwie nix.
26.05.2026 (Blaumeisen-Chaos)
Aus dem Nest in den Storen purzeln die Kleinen raus. Das eine wurde dann von der Katze erwischt. Die Finderin ist dann aber auf mein Anraten sofort zum Tierarzt gefahren und hat Antibiotika geholt. Die Tierärztin schien mit der Situation allerdings auch etwas überfordert, war der Meinung, der Vogel sei fit, der brauche nichts. Wir haben dann aber telefoniert und ich habe ihr erklärt, dass eben die Vögel von den Bakterien im Speichel der Katze an einer Sepsis verenden ohne AB. Prima, hat die Tierärztin auch wieder was gelernt... :-) So habe ich Vogel und Medis erhalten und nun heisst es, Daumen drücken!!!
Nun, die Sache ist aber noch nicht durch, denn kurz darauf meldete die Finderin sich wieder, es wäre wieder eine kleine Meise rausgefallen. Nun, die Kleinen sind zwar klein, weil es Blaumeisen sind aber es sind schon Ästlinge. Da sie sich aber grosse Sorgen machte und ich mir dachte, ok, ein Kumpel für den ersten wäre ja vielleicht auch nicht doof, durfte sie ihn bringen. Leider war dieser Kollege aber nochmals etwas älter als der Erste und befand es als völlig unnötig, von mir als Mensch Futter anzunehmen. Ist ja oft so bei Ästlingen, dass die eher scheu sind und nichts annehmen. Wir haben es einige Male probiert, es hatte aber keinen Sinn, also sagte ich ihr, sie soll den doch bitte wieder holen und es der Natur überlassen, denn die anderen aus dem Nest werden garantiert in den nächsten Tagen auch rauskommen. Also kam sie den Vogel wieder holen... :-) Zum Glück wohnt sie im Nachbarsort und nicht am anderen Ende des Kantons...
23.05.2026 (und wieder eine Katzenhalterin, wie wir sie leider kennen....)
Kontakt über Whatsapp, junge Amsel. Ja, ihre Katze hatte sie schon im Visier. Klare Anweisung wie immer: Katze rein, Vogel raus. Wo Problem?
Und dann wieder genau die elende Leier und das macht mich ja so wütend: "das geht aber nicht, ich kann die Katze doch nicht einsperren, wie soll ich das tun?"
Meine Antwort: "ich bin kein Katzenexperte aber ich würde sagen, Katze rein - Türe zu?!"
"Nein, das geht aber nicht..."
"Wieso? Klemmt die Türe?"
"Nein, die Katze akzeptiert das nicht."
Oooooooh, Entschuldigung, sie sind Untertanin ihrer Katze und das Vieh regiert ihre Welt und ihr Leben... Gratulation, also ein Leben würde ich nicht wollen! Gut, spannend ist dann aber, wenn es nun draussen etwas gibt, etwas Böses, zb. ein Katzenquäler, wo man Angst um sein Büsi haben müsste - dann würde das mit dem Drinnenbleiben sicher klappen. Weil es könnte dem Büsi ja was passieren. Spannend... Wenn es aber darum geht, die anderen Tiere zu schützen, dann gibt es keine Lösung...
23.05.2026 (zur richtigen Zeit am richtigen Ort)
Manchmal geschehen wunderliche Dinge und genau das liebe ich am Leben! Das sind Zufälle, wo Dinge einem zu fallen, die fällig sind... Ich war heute kurz im Qualipet um eine kleine Portion Lebendfutter zu kaufen. Eine junge Frau stand hinter mir und sprach mich an: haben sie Vögel? Ich dachte erst, nun passiert das, was mir im Wyss Gartencenter gleich daneben wirklich JEDES Mal passiert - die denkt, ich arbeite da.
Ich sagte also: ja, es gibt hier im Laden schon Vögel aber ich arbeite nicht da. Sie schaut mich an und meint: nein, nein, ob ich zuhause Vögel habe. Aha. Ja, ich betreibe eine Wildvogelpflegestation. Ihre Augen werden gross, sie lacht, schaut auf ihr Handy und meine: das ist ja perfekt, unglaublich!
Dann zeigt sie mir ein Bild von 3 Amselästlingen. Im Garten, und Achtung, wer ahnt es schon?? Naaaa?? Von KATZEN umzingelt. Na sowas, hatten wir dieses Jahr ja noch gar nicht... Ok, einmal mehr, was tun? Ganz einfach. Vögel wieder raus, die Eltern sind ja da (das wusste sie) und die Katzen sollen weg. Wie? Naja, verscheuchen, mit den Besitzern reden, die wahrscheinlich nicht einsichtig sind (sind ja schliesslich Katzenhalter mit Freigänger, dazu habe ich schon genug Erfahrung, da mangelt es leider an Waffen um sich mit ihnen geistig zu duellieren...) oder halt die Katzen sonst entfernen, wegsperren, nass machen, wie auch immer, weg mit den Viechern. Hoffen wir, sie hat es geschafft. Aber die Situation, dass wir uns da genau im Qualipet antreffen, war wirklich cool... :-)
23.05.2026 (Grünfink, Spatzen)
Die letzten Tage war einiges los, alle Pfleglinge immer aufzulisten, schaffe ich nicht mehr.
Ein Grünfink wurde in der Tierklink abgegeben. Er ist erwachsen, flog in eine Fensterscheibe und hat seitdem neurologische Ausfälle. In der Tierklink stellte man nichts fest, das Tier ist gesund und soll noch zur Regeneration zu mir. Nun ja... regeneriert hat er sich nicht, den Schnabel permanent offen, die Beine nicht unter Kontrolle, ein Flügel immer etwas schwächer als der andere und insgesamt motorisch komplett eingeschränkt, fiel ständig um, konnte sich nicht richtig auf den Füssen halten, geschweige denn, auf einem Ast sitzen. Nach 48 Stunden habe ich das Tier zum Erlösen freigegeben, der Zustand hat sich null gebessert und gefressen hat der arme Kerl auch kaum.
Mehrere Spatzen kamen in den letzten Tagen auch, unterschiedlichen Alters. Teilweise in einem relativ schlechten Zustand, teilweise auch verletzt, was die Finderin angeblich nicht sah (riesige, blutende Beule auf dem Kopf...). Naja, die Argumentation war dann: ich bin halt nicht vogelkundig. Hmmm, um eine Beule und Blut zu erkennen, muss ich kein Vogelkundler sein. Solche Tiere gehören halt einfach zum Tierarzt und nicht zu mir. Aber gut, nun schauen wir halt, was wir machen können...
20.05.2026 (8 Kohlmeisen, Mutter von Katze aus dem Brutkasten gerissen!!!!)
Wieder so eine tolle Story, ich könnte einfach nur Kotzen über diese Vollidioten von Katzenhaltern, die absolut kein Einsehen haben und es nicht schaffen ihre Tiere jetzt drinnen (oder im eigenen Garten!) zu halten. Man nennt sich Tierfreund, lässt aber zu, dass täglich x Tiere attackiert, schwer verletzt, zu Tode gespielt, ganze Vogelfamilien zu Tode geqält werden - und nennt das dann Natur? Und nennt sich Tierfreund? Ich kann sowas nicht ernst nehmen und wenn es nach mir ginge, müssten diese Leute ein Busse bezahlen wegen Wilderei und die Katzen sollten alle erschossen werden - wie es ja bei den Waschbären gemacht wird. Nur, die schaden nicht halb so viel wie die Katzen und sind immerhin Wildtiere!!!
Doch zur tragischen Geschichte: die Finderin hat einen Nistkasten mit Kamera im Garten. Die Kohlmeisen legen 8 Eier, brüten die erfolgreich aus. Die Vögelchen sind 3 Tage alt, alles prima. Doch dann kommt die Scheisskatze der Nachbarn (die wohl vor 2 Jahren schon mal sowas veranstaltet hat, die Haltern nach wie vor nicht einsichtig!) und tötet die Vogelmutter spät abends, als sie auf den Babys sitzt... Dank Kamera alles dokumentiert, keine Vermutung sondern Fakten! So, ich wurde kontaktiert, spät abends und wir hatten Hoffnung, dass vielleicht der Vater der Kleinen noch was rettet. Aber ja, bei den Kohlmeisen meist nicht der Fall. Früh morgens, die Jungen alle komplett durcheinander gewirbelt, alle blass, grau, kalt. Tot.
Sie sollten zusammen mit der Mutter beerdigt werden und kamen für einen Moment in den Wintergarten, der durch die Sonne ziemlich heiss wurde und oh schreck und oh Wunder: durch die Wärme erwachten die Totgeglaubten wieder zum Leben, wurden weiter gut gewärmt und sofort zu mir gebracht. So, nun hiess es, 8 Kohlmeisen, die über viele Stunden kein Futter und komplett unterkühlt waren, zu retten... Wir sind noch dran. 5 leben noch aber sie sind natürlich in keinem sehr guten Zustand und es bleibt zu hoffen, dass sie nun keine Lungenentzündung bekommen.
Danke an die tolle Finderin, die keine Mühen gescheut hatte. Und ganz viel Karma, an die Katzenhalterin, ich wünsche ihr, dass sie mal noch einsichtig wird. Eine grosszügige Spende an meine Station würde zwar die Meisen nicht retten aber vielleicht ein bisschen helfen, wenn wir nun schon "dank" ihrer Einstellung zu Katzen und Wildtieren soviel Aufwand mit den kleinen Meisen haben, die eigentlich behütet im Kasten aufwuchsen...
20.05.2026 (Buchfink, aka gerupftes Huhn)
Wenn Menschen ein Vögelchen finden und das retten wollen, ist das ja primär eine sehr schöne Sache und zeugt von Empathie und Tierliebe. Wenn nun aber solche Menschen dann angeblich keine Anlaufstelle finden und dann fast eine Woche lang Selbstversuche mit Katzenfutter machen, sich wundern, warum das Tier immer schlechter aussieht, schwächer wird und tagelang stinkenden Durchfall hat - aber einfach mal weitermachen. Und das Tier ständig herumtragen und ihm viele viele Küsse auf den Schnabel drücken... Dann hat das meines Erwachtens leider nicht mehr soviel mit Tierliebe zu tun. Denn all die Liebe hilft nicht. Nein. Sie schadet! Der Buchfink hat nun zum Glück doch noch den Weg zu mir gefunden und ich hoffe, seine Gefiederschäden und sein Allgemeinzustand sind nicht allzu übel.
Nochmals als Reminder: es ist in der Schweiz verboten, ohne Bewilligung und das nötige Fachwissen (und das hat man nicht, nur weil man Zuhause mal 3 Jahre Wellensittiche hatte....) Wildtiere privat zu halten. Sie sind unmittelbar nach Auffinden in eine fachkundige Stelle abzugeben. Alles andere ist strafbar!
18.05.2026 (Auswilderung Spatzen)
Nach 2 Tagen in der Aussenvoliere und viel Connections mit den wilden Spatzen im Garten (davon sind einige ebenfalls Pfleglinge von uns aus letztem Jahr...) haben wir nun 6 Spatzen freigelassen.
12.05.2026 (Auswilderung Spatz)
Der arme Spatz mit seiner Identitätskrise blieb noch etwas länger als die Meisen, da ich ihn eigentlich mit den anderen Spatzis "fusionieren" wollte, die sind nun aber doch nicht so schnell wie erwartet und ausserdem einer davon so dermassen nervös, dass ich Bedenken hatte, dass der Einzelspatz sich dann von der Hysterie anstecken lässt. Also blieb er einige Tage alleine und kam heute dann in die Freiheit.
10.05.2026 (Auszug der ersten Meisentruppe)
Die ersten 5 Kohlmeisen verbrachten einige Tage in der Aussenvoliere und durften ausziehen.
07.05.2026 (Spatz)
ein nackter Babyspatz wollte spätabends noch zu uns. Die Finder haben richtig reagiert, sich schnell gemeldet, warm gehalten, kein Futter, kein Wasser. So kam der Kleine wohlbehalten zu uns, konnte auch, dadurch dass er schön auf Betriebstemperatur war, sich noch einen Mitternachtssnack einverleiben und dann zufrieden mit vollem Kropf schlafen gehen. Er hat die Herrschaft über den Inkubator, die kleine Blaumeise hat inzwischen Klamotten an und fand den schreienden und nackten Mitbewohner unmöglich. Sie durfte ausziehen...
06.05.2026 (2x Kohlmeise)
Ich sage es ungern aber: Danke wieder mal, Freigängerkatze!!! Hat so ein Miezi Viech, was wildern gelassen wird, mal das ganze Meisennest (Nistkasten) demontiert und die Vögel verschleppt. 2 blieben übrig und konnten geborgen werden. Die beiden traumatisierten Kohli-Kinder sitzen nun bei mir, warm, weich und in Sicherheit, und gewöhnen sich langsam an Ersatzmama. Und danke, an den netten Nachbarn, der für die ältere Dame die ganze Kommunikation und Fahrdienst übernommen hat. Das ist Nachbarschaftshilfe, super!
05.05.2026 (Blaumeise)
Haha, der Zwergenaufstand läuft. Nochmals so ein süsses kleines Ding, was jedes Mal beim Essen fast erstickt (meine ich zumindest...) während es aber - nach Luft ringend - bereits nach dem nächsten Futterstück schreit. Unglaublich, was die Zwerge verschlingen können. Leute, wir brauchen Spenden!!! Die Tiere fressen mir die - langsam grau werdenden...- Haare vom Kopf... Und im Inkubator, wo es, in Ermangelung anderer gleichgrosser Nestgenossen nun mit den nackten Spatzen sitzt, wehrt es sich auch erfolgreich. Meine anfängliche Sorge, die Spatzen könnten es erdrücken, waren unbegründet. Der Zwerg hat beschlossen, die grossen Schreihälse als Bodenheizung und als Trampolin zu nutzen und hat den Spatzenberg einfach mal erklummen...
03.06.2026 (Kohlmeise)
die Meisen wehren sich... Wieder eine, wieder aus der Tierklinik. Die ist gerade Übergang zwischen Nestling und Ästling, sie ist allerdings der Meinung, sie sei definitiv ein Ästling und hüpfte gleich mehrfach fröhlich aus dem Nest. Aber immerhin hat sie auch sofort Futter angenommen. Die kann nun zu den 3 anderen Ästlingen, die noch von der anderen Truppe getrennt sind. Sonst verliere ich komplett die Übersicht...
03.06.2026 (Spatz)
Und gleich nochmal einer... Sie kommen, sie kommen, die Spatzen. Es wird laut hier im Haus. Nun, dieser Kleine kam warm und wohlbehalten, alles richtig gemacht. Allerdings hat er bei der ersten Fütterung nicht richtig schlucken wollen. Entweder passt ihm das Menue nicht oder er hat andere Probleme...
03.05.2026 (Spatz)
Und wieder ein Kämpfer der Spatznfront... Allerdings ein ganz frostiger Typ. Lag lange herum. Hoffentlich nicht zu lange. Der braucht jetzt dringend Wärme und viel Glück, damit er nicht eine Lungenentzündung macht....
Gut, die Sache hat sich relativ schnell erledigt. Definiv zu lange in der Kälte gelegen. War 2h später bereits tot.
03.05.2026 (Kohlmeise Ästling)
Eine vollgetankte Kohlmeise namens Tanki (oder Diesel), wurde abgegeben. Als ich die niederländische Handynummer sah, dachte ich mir schon, oha, also von sooo weit habe ich noch keinen Vogel erhalten! Aber nein, das Tierchen, seines Zeichens total vergelsterter Ästling, wie wir sie ja lieben, kommt aus der Region und offenbar sass er bei den Tanksäulen und es gab angeblich weit und breit keine Grünfläche, wo man ihn hätte belassen können... Nun, da darf man sich dann fragen: woher kommt der dann? Vom Himmel gefallen? Also vermutlich wurde auch hier mal wieder Kindsentführung betrieben und genau so verschüchtert ist das arme Kind auch. Hoffen wir, sie lebt sich bald ein...
02.05.2026 Zwischenbilanz
Zur Zeit sind folgende Vögel bei uns:
2x Babyspatz, 1x Baby Blaumeise (Inkubator)
2x Blaumeise Nestling / 2x Kohlmeise Nestling
3x Spatzennestling
2x Kohlmeisen Ästling halbwild auf dem Weg zu besseren Essern...
5x Kohlmeisen Voliere
1x Spatz Voliere
02.05.2026 (Blaumeise)
Die kleinen beschliessen den Zwergenaufstand. Nochmals eine kleine Blaumeise, aus dem Storenkasten gefallen, Finderin hat super reagiert und alles richtig gemacht, die Kleine auch spätabends noch gebracht, gut gewärmt. Sieht ganz gut aus und mit dem Menu und der Gesellschaft scheint sie auch zufrieden.
02.05.2026 (Spatz)
Und nochmals so ein kleiner Schreihals, der noch nicht mal ein Pyjama an hat. Nackt, kleine, blind - aber schon lautstark sich am Beschweren, das Essen sei vorzüglich aber die Portionen viel zu klein. Die Spatzenfront gibt sich alle Mühe, die noch überlegene Meisenfront zu knacken und die Herrschaft an sich zu reissen...
02.05.2026 (Blaumeise)
Eine kleine Blaumeise purzelte auf der Strasse herum. Offenbar war die Mama zwar in der Gegend und fütterte sogar aber die Umgebung war alles andere als meisenfreundlich. Und das Kleine war nun auch noch nicht so gut auf den Beinen, als dass man es bedenkenlos in eine Hecke hätte setzen können. Also sitzt es nun bei mir und hält sich die Ohren zu, weil nebenan 3 Spatzen kreischen. Immerhin, das Essen sei hier ganz ok, meinte es.
01.05.2026 (Überraschungspaket aus der Tierklinik)
Angemeldet war ein Spatzennestling. Dann die Meldung: wir haben nochmals einen Vogel erhalten, darf der noch dazu? Jaaaa....? Und dann hiess es, 2 Stunden später: die 3 Vögel sind jetzt unterwegs zu dir... Moment?! Wieviele??? 3?? Ok, lassen wir uns überraschen. Der Spatzennestling röchelte und quäkte wie eine alte Lok, den hatte man gefüttert. Wie und mit was? Ich will es lieber nicht wissen...
Aus der Kiste kamen dann als Überraschungsgäste noch 2 Kohlmeisen Ästlinge geflattert. Gut, viel Spass damit, meine die Überbringerin und sauste davon. Vielen Dank. :-) Werden wir haben... Die beiden Meisen hätte man definitiv in der Natur belassen sollen, das ist klar.
01.05.2026 (Blaumeise)
Hallo? Ihr Kohlmeisen, wir Kleinen sind auch noch da. Schön, mal ein zierliches Blaumeisli zu Besuch zu haben. Fressen tun die Kleinen ja fast schlimmer als die Grossen. Und Charakter haben sie auch!
01.05.2026 (Kohlmeise)
Und damit die Spatzen eben doch nicht zu schnell Überhand nehmen, kommt nun mal wieder eine Kohlmeise.
01.05.2026 (Spatz)
Und wieder ein Spatz... Die Spatzen erkämpfen sich die Herrschaft. Also die Lautstärke passt schon mal, die Anzahl ist noch Steigerungsfähig. Aber immerhin, es lohnt sich wieder, den Inkubator am laufen zu haben.
30.04.2026 (Spatz)
Die Spatzenfront wächst langsam, allerdings auf sehr wackligen Beinen... Gerade kam nochmals einer, nicht mehr ganz so klein aber leider auch sehr apathisch und dehydriert. Lag auch auf der Strasse. In dem Fall haben die netten Finderinnen aber alles richtig gemacht, haben sich sofort bei mir gemeldet, ihn gewärmt und kurze Zeit später bei mir abgegeben. Hach, wenn es immer so unkompliziert und speditiv ginge - das wäre wohl einfach zu easy...
30.04.2026 (Spatz)
Nun... da findet man einen kleinen Babyspatz. Wirklich klein, wenige Tage alt. Und anstatt SCHNELL zu handeln und eine Lösung zu finden, wird fast 1.5 Tage lang mit mir und einer weiteren Station diskutiert, wie der Vogel zu nun mir kommt. Wohlverstanden, nicht etwa aus dem fernsten Hinterland, wo nur 2x am Tag ein Bus fährt (wer an so einem Ort wohnt, ist normalerweise aber auch mit Auto ausgestattet), nein nein. Von Allschwil nach Therwil. Kann ja nicht so schwer sein? Offenbar doch... Ca. 20 Stunden nach erster Kontaktaufnahme konnte dann doch plötzlich diese gigantische Reise mit dem Bus stattfinden. Der Vogel ist jetzt da, mehr tot als lebendig, natürlich komplett dehdriert (er wurde ja auch noch zum wärmen an die Sonne gelegt...) und schlapp. Ehrlich: viele Chancen gebe ich dem armen Tropf nicht...
28.04.2026 (Kohlmeise)
Aller guten Dinge sind drei, nun sind es war nicht 3 Meisen sondern nur 2 und 1 Spatz (der nächste Spatz, der später Selbstfindungsprobleme haben wird, weil er von Meisen überlagert wurde....). Die ersten beiden mussten im Inkubator etwas zusammenrutschen, nun sitzen sie da zu dritt drin und scheinen bisher alle ganz munter, wobei der Neuling eine kleine Verletzung am Schnabel hat. Hoffen wir einfach, dass keine Katze dran war, das ist immer das Schlimmste!
27.04.2026 (Kohlmeise)
Ach herrje, Fridolin der Erst hat schon wieder eine Krise, denn sein kleiner Bruder wurde ihm bereits wieder entzogen. Gut, das lag vielleicht auch daran, dass der grosse Bruder etwas herzlos mit den Meisen zusammenspannte und sie beschlossen, den Kleinen einsam in der Ecke wortwörtlich "kaltzustellen". Da heute noch eine kleine Kohlmeise eingetroffen ist, haben wir also nun den Baby-Spatz und die Babymeise in den Inkubator verfrachtet. So gemtütlich im Solarium lässt es sich doch leben, wenn auch schon wieder artfremd...
25.04.2026 (Spatz)
Spatz Fridolin, der Erste, hat Gesellschaft bekommen. Endlich einer, der ihn versteht, nachdem er sich nun seit Tagen mit Kohlmeisen herumschlägt und an einer Identitätskrise nagt... Der kleine Fridolin, seines Zeichens der Zweite, ist allerdings noch nackt und leicht unterkühlt, etwas dehydriert aber immerhin hungrig. Mal schauen, wie er sich entwickelt.
21.04.2026 (5 Kohlmeisen)
Die beiden Kleinen habe es (erwartungsgemäss) nicht geschafft. Dafür hat Spatz Fridolin der Erste Gesellschaft und Bettflaschen in Form von 5 Kohlmeisen erhalten. Die Geschichte dahinter ist allerdings einmal mehr absolut tragisch und leider immer und immer wieder die selbe Leier, jedes Jahr! KATZEN!!! Freigängerkatzen, die eigentlich HAUSkatzen sind und frisch fröhlich während der BRUT-und SETZZEIT, wo übrigens auch top erzogene Hunde an die Leine müssen, wildern gelassen werden und dann munter ein ganzes Nest nach Hause bringen. Schön... Katzenhalter sind teilweise wirklich sowas von ignorant und egoistisch, es ist zum Heulen. Auch gespendet wird nichts... Aber die Katze rennt sicher weiterhin draussen rum und richtet weiteren Schaden an, den wir Stationen dann ausbaden können. DAS ist eigentlich nicht die Idee, der Vogelpflegestationen... Hoffen wir, dass die Kleinen wenigstens erwachsen werden.
19.04.2026 (Spatz)
Ja, nun gehts auch mit den "legalen" Arten los. 1 kleiner Spatz, Fridolin (Spatzen heissen einfach Fridolin... :-) ) ist angekommen, munter und gefrässig. Und 3 kleine ????, schwer zu erkennen, frisch geschlüpft. Sie wurden spät nachts noch gebracht und eines war bereits tot. Die anderen beiden leben noch, sind aber auch sehr wacklig unterwegs. Daumen drücken.
15.04.2026
Die Saison beginnt... Also eigentlich hat sie schon lange begonnen, denn ich hatte in den letzten 2 Wochen schon vermehrt Anfragen. Für Amseln. Darf ich ja aber nicht nehmen, das Amt BL/BS findet, das Bundesamt in Bern hat die Amseln definiert als Vögel, bei denen man bei Schaden (was für ein Schaden genau?!) "Selbsthilfemassnahmen ergreifen darf", werden nicht zur Pflege erlaubt. Also salopp gesagt, sind Amseln und Stare jagdbar, genau wie Krähen, Elstern, Eichelhäher und Tauben... Und daher darf ich die nicht nehmen. Gottseidank sind andere Kantone nicht ganz so restriktiv und erlauben die Pflege von Amseln, also konnten einige in den Nachbarskanton überwiesen werden. Nun kommen dann hoffentlich Anfragen für Arten, die ich aufnehmen darf.
01.01.2026
Ja, natürlich gehts schon wieder los, nach der elendigen und unnötigen Böllerei. Die Dunkelziffer all der armen Kreaturen, die in dieser Nacht ihr Leben lassen mussten wegen der Dummheit mancher Menschen. Ich will die Zahlen gar nicht wissen. Ich selber habe div. Anfragen bekommen, leider konnte keinem der Vögel mehr geholfen werden. Zu erschöpft, geschwächt, unterkühlt, in die Scheiben geknallt, blutig verletzt... Und der einzige, der es bis zu mir geschafft hat, war ein kleiner erschöpfter Bergfink, der leider aber auch innert kurzer Zeit verstarb. So schade! Leute, verbietet endlich diese Böllerei. Diese eisigen Tage und Nächte mit Schnee und Frost sind für alle Wildtiere schon hart und zehrend genug - warum muss man die in der Winterruhe noch so stressen?